Hermann Suter

Le Laudi di San Francesco d’Assisi

07.09.2024 – 18 Uhr
Stadtcasino Basel

Am 2. Mai 1824 wurde der Basler Gesangverein BGV, der älteste, unter dem Gründernamen noch heute existierende, gemischte Chor der Schweiz gegründet. Basel verfügte zu jener Zeit weder über ein Sinfonieorchester noch einen Chor, welche die anspruchsvollen Werke alter und neuer Meister aufführen konnten. Mit dem Oratorium Le Laudi setzt der BGV eine grossartige Komposition ins Zentrum seines 200-JahreJubiläums, die eng mit seiner Geschichte verknüpft ist. Hermann Suter schuf das Werk im Jahre 1923 und widmete es dem Basler Gesangverein, der es zum 100-jährigen Jubiläum unter der Leitung des Komponisten uraufführte.

Der im Fricktal aufgewachsene Komponist, Dirigent und Organist Hermann Suter studierte an den Konservatorien von Stuttgart und Leipzig.  1892 liess er sich in Zürich nieder, war dort als Organist tätig und leitete verschiedene Chöre. 1902 fand Suter seinen endgültigen Wirkungskreis in Basel, wo er gleichzeitig Dirigent der Allgemeinen Musikgesellschaft, der Liedertafel und des Basler Gesangvereins wurde, den er bis 1924 leitete. Suter starb 1926 in Basel.

Als Textvorlage für Le Laudi wählte Suter den berühmten, um 1224 verfassten Sonnengesang des Franz von Assisi. Das Gedicht preist die Schönheit der Schöpfung. In neun Sätzen gibt Suter all jenen, die in den Lobpreis Gottes einstimmen, eine eigene musikalische Gestalt. Das Strahlen der Sonne, das Funkeln der Sterne, das Toben des Windes und das Sprudeln des Wassers, das Lodern des Feuers und die Höhen und Tiefen des Lebens werden mit allen verfügbaren musikalischen Mitteln einfühlsam hörbar gemacht.

Ein von David Haneke geschaffenes Video vermittelt den Besucherinnen und Besuchern des Jubiläumskonzerts mit zeitgenössischen, künstlerischen Mitteln einen zusätzlichen Zugang zu den Laudi.