Jubiläum mit Jubiläumsanlass und Festschrift

Jubiläumsjahr 200 Jahre Basler Gesangverein

Der Basler Gesangverein feiert im Jahr 2024 sein 200-jähriges Bestehen. Neben einem grossen Jubiläumsanlass, welcher im September stattfinden wird, veröffentlicht er aus diesem Anlass die Festschrift „Basler Gesangverein 1824-2024 – Ein Blick auf seine Geschichte“.

Das Jubiläumskonzert findet am 7. September 2024 im Stadtcasino Basel statt. Aufgeführt wird «Le Laudi di San Francesco» von Hermann Suter, begleitet von einer Videoarbeit von David Haneke.

 

Patronatskomitee

Conradin Cramer, Regierungspräsident Basel-Stadt
Monika Gschwind, Regierungspräsidentin Basel-Land
Eva Herzog, Ständerätin Basel-Stadt
Maya Graf, Ständerätin Basel-Land
Tobit Schäfer, Präsident Sinfonieorchester Basel
Thomas Christ, Präsident Akademierat Musikakademie Basel-Stadt
Baschi Dürr, Präsident Casino-Gesellschaft
Michael Willi, VR-Präsident, Theater Basel
Annekäthi und Hans Burckhardt-Wieland
Jeanne und Hanspeter Lüdin-Geiger, J. Haydn Stiftung

 

Jubiläumsprogramm

1924, zum 100-Jahr-Jubiläum, war Hermann Suter Dirigent des BGV und komponierte für diesen Anlass seine Laudi di San Francesco, ein Werk, das sich während Jahrzehnten grosser Beliebtheit erfreute. Mit der Wiederaufführung dieses Werkes zum 200jährigen Jubiläum am 7. September 2024 im Stadtcasino Basel mit dem Sinfonieorchester Basel möchte der BGV eines von Suters bedeutendsten Werken gebührend würdigen. Das Jubiläumskonzert wird von einer Videoinstallation vom international renommierten Videokünstler David Haneke begleitet.

Bereits an Ostern brachte der BGV Mozarts Requiem zusammen mit Oraison des deux Rives – Zwëiufergebatt von Helena Winkelman zur Aufführung, eine Auftragskomposition anlässlich des 200jährigen Bestehens. Am 1. Dezember 2024 findet in der Martinskirche ein drittes Konzert mit Werken von Brahms mit Kammermusikbegleitung statt.

Neben den klassischen Oratorien vom Barock bis zur jeweiligen Gegenwart, die immer das Herzstück seiner musikalischen Aufführungen waren, hat der BGV immer wieder Kompositionen uraufgeführt, namentlich von Komponisten, die in Basel ansässig waren, wie Hans Huber oder Hermann Suter. Dieser Tradition folgend hat der BGV zum 200 Jahr-Jubiläum vier Kompositionsaufträge an Komponistinnen und Komponisten aus der Region für kurze Chorwerke erteilt, welche jeweils zusammen mit einem anderen Werk – auf das sie sich beziehen – uraufgeführt wurden, bzw. werden. Es sind dies:

  • November 2022 El sur von David Sontòn Caflisch zur Misa Tango von Luis Bacalov
  • April 2023 Riflessioni von Andreas Pflüger zur Cavalleria rusticana von Pietro Mascagni
  • November 2023 Dies illa von Andrea Lorenzo Scartazzini/Text von Alain Claude Sulzer zum Deutschen Requiem von Johannes Brahms
  • März 2024 Oraison des deux Rives – Zwëiufergebatt von Helena Winkelman zum Mozart-Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart

 

Festschrift

Mit seinen 200 Jahren ist der Basler Gesangverein (BGV) der älteste gemischte Chor der Schweiz, der immer noch unter dem gleichen Namen aktiv ist. Zu Beginn des Jubiläumsjahres veröffentlicht er aus diesem Grund die Publikation „Basler Gesangverein 1824-2024. Ein Blick auf seine Geschichte“, verfasst vom Historiker Werner Baumann, selbst Aktivmitglied und ehemaliger Präsident des BGV. Anstelle einer der früher üblichen Festschriften, welche möglichst vollständige Chroniken sein sollten, beleuchtet diese auf der Basis des umfangreichen Archivs des BGV soziale und musikgeschichtliche Aspekte seiner langen Geschichte. Illustriert ist sie mit Arbeiten und Skizzen von Burkhard Mangold. Der bekannte Basler Künstler und Grafiker war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts lange Jahre Mitglied des Gesangvereins. Er gestaltete Plakate für den Chor, hat ihn in Kunstwerken dargestellt und fertigte während der Proben Skizzen an.

Der BGV entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einer der wichtigsten Institutionen des Basler Musiklebens. Die Aufführungen der Bach-Passionen verschafften ihm zudem internationales Renommee. Johannes Brahms war dem Chor als Zuhörer und vereinzelt als Dirigent verbunden. Neben solchen ruhmreichen Aspekten gibt es auch unrühmliche wie das Fernhalten von Jüdinnen und Juden aus dem Chor in der Zwischenkriegszeit. Und es gibt die eher amüsanten Geschichten wie die des grauen „Gewands“, welches die Sängerinnen von den 1920er bis in die 1970er Jahre bei Aufführungen im Münster tragen mussten.

 

Die schön gestaltete Jubiläumsschrift kann in Papierform zum Vorzugspreis von CHF 15.- inkl. Porto bezogen werden bei: werner.baumann@bs-gesangverein.ch. Sie ist auch für CHF 23.- bei Bider & Tanner Basel, erhältlich.

Sponsoren des Jubiläumsanlasses

Wie bedanken uns bei folgenden Sponsorinnen und Sponsoren, die unseren grossen Jubiläumsanlass vom 7. September grosszügig unterstützen:

Basler Stiftung Bau & Kultur
L. und Th. La Roche-Stiftung
Jacqueline Albrecht
Annekäthi und Hans Burckhardt-Wieland
Jeanne und Hanspeter Lüdin-Geiger
Peter Rapp
Basler Kantonalbank
Migros Kulturprozent